Bebilderte Hochzeitstruhen (cassoni istoriati) des ausgehenden 14. Jhdts. überwanden als liminale Bildträger während des Hochzeitsritus familiäre Grenzen und stellen damit Objekte eines rite-de-passage dar. In ihrer liminalen Ästhetik unterteilen sie einerseits unterschiedliche Geschichtsstränge, andererseits verbinden sie die dargestellten Handlungszusammenhänge. Im Rahmen der Tagung soll die Darstellung von Schwellen und Grenzen auf ausgewählten Cassoni und Cassone-Tafeln studiert werden.